Der Traum des Indianers von Kildonan

the library hut

Es lebte einmal ein Mann auf Arran, einer kleinen Insel vor der schottischen Küste. Er liebte es in der Natur zu sein, durchstreifte oft tagelang mit seinem Hund die Wälder, nur mit einem Buch unter dem Arm und fühlte sich überhaupt allein und im Wald wohler als unter den Menschen. Die nannten ihn nur „Der Indianer“, denn er glaubte, dass die Bäume und der Wind zu ihm sprechen würden. Mit der Zeit lernte er in den Zeichen des Windes und der Bäume zu lesen. Eines Tages, er war wieder einmal unterwegs in den Wäldern oberhalb von Kildonan Castel rastete er nah beim Wasserfall. Er setzte sich auf einen der umgestürzten Baumstämme und blickte über den Wald hinaus auf das Blau der See tief unter ihm. Und plötzlich, als habe der Wind zu ihm gesprochen, wußte er, was zu tun war. Es war, als habe der Platz zu ihm gesagt: Schaffe hier einen Ort an dem die Menschen zur Ruhe kommen können. Er blickte sich um, es gab nichts ausser der wilden Wiese und den Bäumen ringsum. Vor seinem inneren Auge entstand eine Hütte, gebaut mit der Hilfe vieler Hände, aus einfachen Stämmen gezimmert, doch stabil genug um den nebligen Winterstürme zu trotzen. Und es gelang ihm Unterstützer zu finden für seinen Traum und sie bauten gemeinsam die Hütte, hoch oben beim Wasserfall und nannten sie „The Library“. Niemand wohnt dort, es ist eine Art Votivkapelle in der man Stifte und Papier vorfindet um seinen Wunsch oder sein Dankeschön zu hinterlassen. Oder man nimmt einfach eines der Bücher aus dem Regal, setzt sich vor die Hütte und liest. Beim nächsten Mal lasse auch ich ein Buch hier zurück. Versprochen.

library 2

The Library: Am Ortsende von Kildonan die Strasse rechts hoch und bei der Kreuzung geradeaus auf den kleinen Parkplatz fahren. Von dort geht ein anfangs asphaltierter schmaler Weg hoch zum Wasserfall.

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Die Hütte ist jederzeit zugänglich, der Besuch ist kostenlos, um eine Spende für den Erhalt der Naturoase steht ein kleiner Kasten bereit.

Kildonan library

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