Smoo Cave Durness

Der Besuch der riesigen Smog Cave Höhle in der Nähe von Durness wird zum Ausflug in die Vergangenheit des Planeten. Nicht nur, dass die Gesteinsschichten zeigen, dass vor Jahrmillionen Jahren hier Algen wuchsen, der Fund von versteinerten Haselnussschalen erzählt davon, dass Menschen hier Schutz suchten. Der kauzige Tour Guide hat sich ganz der Erforschung dieser Höhle gewidmet er könnte wahrscheinlich tagelang davon schwärmen und noch immer brennt er voller Energie für seine Passion. Seitdem er vor 25 Jahren bei dem Versuch die Höhle weiter zu erforschen verschüttet wurde, arbeitet er als Höhlenforscher und leitet die lokale Höhlenrettung. Bis heute ist es nicht gelungen weiter in diesen Bereich des Massivs vorzudringen. Wir Amateurhöhlenforscher empfinden es trotzdem als Abenteuer mit Helm und im Schlauchboot durch diese verborgene Welt zu gleiten.

DurnessNach drei Tagen an den weiten Buchten von Sango Bay und Balnakeil verabschiedet Durness uns mit einer sturmgepeitschten Nacht. Unser Platz oben auf den Klippen ist besonders exponiert, unser Wohnwagen wird hin und her geschüttelt, ich fürchte wir kippen um. Andere zelten hier! Doch unser Nachbar, ein grauer Wolf, der mit seinem Sohn spartanisch im Zwei-Mann-Zelt campiert meint am Morgen danach nur: it was cosy, just bit noisy – englisches Understatement. Dann brechen wir auf Richtung Süden, entlang der A 838, und werden überrascht mit der bislang schönsten Strecke. Hatte ich schon erwähnt, dass man bei dieser Art zu reisen das Autofahren mögen muss? Hier fällt es besonders leicht. Alle Klischees werden wahr: atemberaubende Aussichten, tiefe Glens, eine Brücke von der aus wir Delphine beobachten können, wolkenbedeckte Gipfel und sonnenbestrahlte, violett strahlende Anhöhen voller Ginster, Lavendel und Rosmarin. Müsste ich mich für einen Ausschnitt unseres Weges entscheiden, ich würde diesen nehmen. Einen Nachteil allerdings hat das Fahren mit dem Wohnwagen: die wirklich kleinen Strassen kommen nicht in Frage, solange er angehängt ist. Wir brauchen immer zuerst einen Stützpunkt, von dem aus wir dann unsere Unternehmungen starten. Ich revidiere meine Meinung (Kultbulli versus Wohnwagen) und würde beim nächsten Mal unbedingt ein kürzeres Gefährt nehmen, dann sind auch kleine Parkplätze ohne Wendekreis möglich und spontane Abstecher einfacher. Denn weiß ich schon jetzt, dass ich wiederkommen werde. Selbst 5 Wochen reichen mir nicht aus um die Schönheit dieser Highlands zu erfassen. Die allerdings nur ich richtig geniessen kann. Mein Sohn ist vergraben in seine Harry Potter Geschichte und hat keine Zeit für irgendwelche Wasserfälle oder noch ein Loch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *